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bei der Peter Heinrich Thielen - Gesellschaft e. V.

 

Unsere Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an diesen verdienstvollen Künstler und Menschen zu bewahren. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Gern informieren wir Sie über das Leben und Werk von Peter Heinrich Thielen, einem der bedeutendsten deutschen Kirchenmusiker des neunzehnten Jahrhunderts. Sein Vermächtnis hat der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts Impulse gegeben, die noch bis heute nachwirken.

Grabmal von Peter Heinrich ThielenGrabmal von Peter Heinrich Thielen
auf dem Kranenburger Friedhof

Wer in stillem Verweilen seine Schritte über den Kranenburger Friedhof lenkt, der wird im Mittelfeld kaum jenes Denkmal übersehen, das bereits durch seine imposante Größe und seine Individualität auffällt. Etwa drei Meter hoch und halb so breit kennzeichnet es die letzte Ruhestätte von Peter Heinrich Thielen. Dass dieses Grab auch über hundert Jahre nach Thielens Tod noch erhalten ist und von der Gemeinde gepflegt wird, sei hier dankbar vermerkt, denn diese Grabstätte hält auf ihre Weise die Erinnerung an einem Kranenburger Bürger und an einen für seine Zeit bedeutenden Kirchenmusiker wach, die sonst im Bewusstsein der Nachwelt zu Unrecht stark verblasst ist.

Peter Heinrich Thielen war 30 Jahre alt, als der Cäcilianismus sich organisierte, die nach der Heiligen Cäcilia benannte kirchenmusikalische Reformbewegung innerhalb der katholischen Kirche des 19. Jahrhunderts. Der Cäcilianismus ging aus dem Rückverlangen nach einer an Giovanni Pierpaolo di Palestrinas Musik orientierten a-capella-Kunst hervor und verstand sich als Reaktion gegen die instrumentale Kirchenmusik der Klassik. Diese kirchenmusikalische Bewegung kann als eine Parallele zum Nazarenerum der zeitgenössischen Malerei angesehen werden, deren Künstler aus romantischem Geist die religiöse Malerei durch sittlich strengen Lebenswandel und Rückgriff auf die altdeutsche und präraffaelitische Kunst erneuern wollten (Einfluss auf die Düsseldorfer Schule).

Die Kirchenmusik jener Zeit litt weitgehend unter einer subjektiven Willkür, welche unter Missachtung kirchenmusikalischer Regeln und liturgischer Erfordernisse die konzertante Musik der vorangegangenen Jahrhundertwende über Gebühr bevorzugte. Auf dem Bamberger Katholikentag 1868, der unter dem Vorsitz des Freiherrn Felix von Loe von Terorten stattfand, gründete Franz Xaver Witt den allgemeinen Cäcilienverband, die Dachorganisation für kirchenmusikalische Reformen.

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Thielens Bedeutung für seine Zeit

Längst hatte sich Thielen durch seine Kompositionen deutschlandweit einen Namen gemacht. Die Zahl seiner Chorwerke, die zu seiner Zeit in hohem Ansehen standen, von führenden Musikverlagen gedruckt und im damaligen katholischen Deutschland wie in der Donaumonarchie und in der Schweiz selbst in den Musikmetropolen gesungen wurden, ging in die Hunderte. Manche seiner Messen standen im Festprogramm bedeutender kirchlicher Ereignisse, so die dem Papst Leo den 13. gewidmete achtstimmige "missa festiva" beim Katholikentag in Neisse (Oberschlesien), die sechsstimmige "missa solemnis" bei der 1300 Jahrfeier der Thronbesteigung Gregors des Großen in Aachen, und bei der Generalversammlung des Cäcilienvereins in der Diözese Breslau.

In der 1925 erschienenen Geschichte der Kirchenmusik findet Dr. Weinheim für Thielen die folgende Würdigung: "Es gibt fast keine Gattung kirchlicher Gesänge, der Thielen nicht seine Kraft gewidmet hätte, und wenn ich den Katalog seiner Werke mit seinen über 200 Nummern durchblättere, so muss ich gestehen, dass sich neben vielen Gelegenheitskompositionen doch Schöpfungen befinden, denen ein gefälliger, glatter und reiner Stil voller Melodie und Wohlklang ein langes Leben sichern wird. ... Ein auffallender Zug in des Komponisten Schaffen ist seine Vorliebe für die Vielstimmigkeit, eine effektvolle Schreibweise hat ihm schöne Erfolge gesichert."

Erwähnung findet Thielen auch im "Handbuch der katholischen Kirchenmusik" von Lemacher/Fellerer (Essen 1949). In einer 1897 vom Münsterschen Domkapellmeister Schmidt herausgegebenen und in Münster gedruckten Sammlung von 69 kirchlichen Gesängen zählt man allein 22 Kompositionen von Thielen.

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